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DWARPHS sind keine Band. DWARPHS sind die Bewohner einer ganz und gar fremden Welt. Ihre erste Langspielplatte HISS ist eine anthropomorphe Chronik, die Geschichtensammlung belebter Elementare, vom Byte zum Bergkristall. Die Elektrizität des Gesteins spricht aus HISS und in ihr die Spuren der Erbauer. Wer sie waren, was sie erschufen, das alles ist verloren. Aber ihre Kanons wurden festgehalten, ihre Triumphe und Tragödien in einer Musik, deren Sprache wir nicht sprechen. Voller Neugier auf ihre eigenen Fähigkeiten hämmern sie darin Formen aus Polymer, Nebel und Schweiß. Verloren und melancholisch beklagen sie missglückte Unternehmungen. Ihre Worte sind für uns nur noch Verzerrtes, Gezupftes und Geschlagenes, doch für die ewig getriebenen DWARPHS hatte das alles eine Bedeutung. Zurück bleiben nicht die Ereignisse, sondern die Emotionen ihrer Protagonisten, lautstark durch die Hallen rollend, in denen sie ganze Leben zurückließen.

HISS ist keine Konzeptplatte, HISS ist einfach das Ergebnis zweier unruhiger Köpfe am Werk. Es gibt einen Grund, warum das Fantastische zuallererst immer eine andere Sprache braucht – wer etwas wirklich Entrücktes erschaffen will, der muss einen vollkommen unwahrscheinlichen Kontext finden, muss die eigenen Ideen vor sich selbst mystifizieren und gleichzeitig bis zum Ursprung zurückverfolgen. Es gibt auch einen Grund, warum Gruben- und Seeleute auf aller Welt Lieder bei ihrem Schuften singen: Im gemeinsamen Rhythmus wird die Last zur verbindenden Lust und die einzeln bedeutungslosen Arbeiter zur erbauenden Kraft. Die Kleinsten sind immer diejenigen, die am Ende das Größte erschaffen, denn sie wissen um die Notwendigkeit ihrer gemeinsamen Bewegungen.

Tracklist

1. Bird Reynolds
2. Hairy Houdini
3. Mob Justice
4. Ghostballer
5. Nagual
6. If You Don’t Know, Now You Know
7. Brazil
8. Aether

Recorded by Hannes Rackow
Mixed by Hannes Rackow
Mastered by Max Stern
Artwork by Martin Dziallas
Mikrokleinstgarten, Berlin 2019.
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Artikelnummer: MKG019 Kategorie:

Beschreibung

DWARPHS sind keine Band. DWARPHS sind die Bewohner einer ganz und gar fremden Welt. Ihre erste Langspielplatte HISS ist eine anthropomorphe Chronik, die Geschichtensammlung belebter Elementare, vom Byte zum Bergkristall. Die Elektrizität des Gesteins spricht aus HISS und in ihr die Spuren der Erbauer. Wer sie waren, was sie erschufen, das alles ist verloren. Aber ihre Kanons wurden festgehalten, ihre Triumphe und Tragödien in einer Musik, deren Sprache wir nicht sprechen. Voller Neugier auf ihre eigenen Fähigkeiten hämmern sie darin Formen aus Polymer, Nebel und Schweiß. Verloren und melancholisch beklagen sie missglückte Unternehmungen. Ihre Worte sind für uns nur noch Verzerrtes, Gezupftes und Geschlagenes, doch für die ewig getriebenen DWARPHS hatte das alles eine Bedeutung. Zurück bleiben nicht die Ereignisse, sondern die Emotionen ihrer Protagonisten, lautstark durch die Hallen rollend, in denen sie ganze Leben zurückließen.

HISS ist keine Konzeptplatte, HISS ist einfach das Ergebnis zweier unruhiger Köpfe am Werk. Es gibt einen Grund, warum das Fantastische zuallererst immer eine andere Sprache braucht – wer etwas wirklich Entrücktes erschaffen will, der muss einen vollkommen unwahrscheinlichen Kontext finden, muss die eigenen Ideen vor sich selbst mystifizieren und gleichzeitig bis zum Ursprung zurückverfolgen. Es gibt auch einen Grund, warum Gruben- und Seeleute auf aller Welt Lieder bei ihrem Schuften singen: Im gemeinsamen Rhythmus wird die Last zur verbindenden Lust und die einzeln bedeutungslosen Arbeiter zur erbauenden Kraft. Die Kleinsten sind immer diejenigen, die am Ende das Größte erschaffen, denn sie wissen um die Notwendigkeit ihrer gemeinsamen Bewegungen.

Tracklist

1. Bird Reynolds
2. Hairy Houdini
3. Mob Justice
4. Ghostballer
5. Nagual
6. If You Don’t Know, Now You Know
7. Brazil
8. Aether

Recorded by Hannes Rackow
Mixed by Hannes Rackow
Mastered by Max Stern
Artwork by Martin Dziallas
Mikrokleinstgarten, Berlin 2019.

Zusätzliche Information

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