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Wenn man auf­hört nach er­kenn­ba­ren Ver­bin­dun­gen zwi­schen den Din­gen zu su­chen, er­ge­ben sich auch nur neue Zu­sam­men­hän­ge. Fund­stü­cke müs­sen, wenn sie zu­sam­men an einen Ort ge­bracht wer­den, nicht zwin­gend ein Ku­rio­si­tä­ten­ka­bi­nett er­zeu­gen. Sie kön­nen etwas Ein­heit­li­ches bil­den. Aber über­haupt nie ist ei­gent­lich etwas so, wie es scheint. Auf jeden Fall bleibt es nicht dabei. Dafür ste­hen Molde mit ihrem Namen. So ent­steht mit der Musik auf ihrer neuen EP »City of Dreams II« mal eben eine Stadt in einem Pro­be­raum, her­ge­stellt an einem Nach­mit­tag, be­ste­hend aus zu­sam­men­ge­kleb­ten Ap­pa­ra­tu­ren und Er­in­ne­run­gen an ein Video aus dem Netz­werk. Die­ser Ort wird, einer Fata Mor­ga­na ähn­lich, nur in einer Wolke aus Hall und Ge­räusch er­kenn­bar. Das Ein­zi­ge, was dabei per­ma­nent an­we­send scheint, sind die Ma­schi­nen. Sie geben den hu­ma­nen Aus­gangs­si­gna­len Schicht für Schicht eine ble­cher­ne Dis­tanz. Und im glei­chen Mo­ment er­zeugt das Wahr­nehm­ba­re den Ein­druck, dass sich die­ser Pro­zess hier di­rekt vor, viel­leicht sogar auch in dei­nem Kopf ab­spielt. Umso er­staun­li­cher er­scheint dabei al­ler­dings, dass das hier alles wirk­lich bei le­dig­lich zwei In­di­vi­du­en und einem über­schau­ba­ren Fun­dus an In­stru­men­ten und Ge­rä­ten be­ginnt und zwar ge­ra­de, weil das bei all dem Ge­räusch einen Druck er­zeugt, der für ein Sta­di­on reicht. Ein Traum aus Rock, in dem all der Sinn ab­han­den ge­kom­men ist und das wirk­lich gar nichts Be­droh­li­ches an sich hat. In dem die ein­zel­nen Ele­men­te ganz klar für sich ste­hen und ge­ra­de aus die­ser Au­to­no­mie her­aus mit­ein­an­der har­mo­nie­ren. Es er­ge­ben sich si­tua­ti­ve Emo­tio­nen. Sinn­li­cher und emo­tio­na­ler ist Noise nie ge­we­sen. Zum Glück ist das hier gut do­ku­men­tiert und der Pro­zess damit ein nach­voll­zieh­ba­rer. Denn was da war ist ja jetzt schon wie­der an­ders. Und das ist ja wirk­lich ganz prima alles.

Tracklist

1. Leap in the Dark
2. Girls Don’t Boys
3. George Kamerun
4. Discar
5. Dig Dynamics
6. Emma

Recorded by Christian Ramisch & Molde
Mixed by Daniel Husayn
Mastered by Daniel Husayn
Artwork by Timon Schmolling

Mikrokleinstgarten, Berlin 2018.

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Artikelnummer: MKG021 Kategorie:

Beschreibung

Wenn man auf­hört nach er­kenn­ba­ren Ver­bin­dun­gen zwi­schen den Din­gen zu su­chen, er­ge­ben sich auch nur neue Zu­sam­men­hän­ge. Fund­stü­cke müs­sen, wenn sie zu­sam­men an einen Ort ge­bracht wer­den, nicht zwin­gend ein Ku­rio­si­tä­ten­ka­bi­nett er­zeu­gen. Sie kön­nen etwas Ein­heit­li­ches bil­den. Aber über­haupt nie ist ei­gent­lich etwas so, wie es scheint. Auf jeden Fall bleibt es nicht dabei. Dafür ste­hen Molde mit ihrem Namen. So ent­steht mit der Musik auf ihrer neuen EP »City of Dreams II« mal eben eine Stadt in einem Pro­be­raum, her­ge­stellt an einem Nach­mit­tag, be­ste­hend aus zu­sam­men­ge­kleb­ten Ap­pa­ra­tu­ren und Er­in­ne­run­gen an ein Video aus dem Netz­werk. Die­ser Ort wird, einer Fata Mor­ga­na ähn­lich, nur in einer Wolke aus Hall und Ge­räusch er­kenn­bar. Das Ein­zi­ge, was dabei per­ma­nent an­we­send scheint, sind die Ma­schi­nen. Sie geben den hu­ma­nen Aus­gangs­si­gna­len Schicht für Schicht eine ble­cher­ne Dis­tanz. Und im glei­chen Mo­ment er­zeugt das Wahr­nehm­ba­re den Ein­druck, dass sich die­ser Pro­zess hier di­rekt vor, viel­leicht sogar auch in dei­nem Kopf ab­spielt. Umso er­staun­li­cher er­scheint dabei al­ler­dings, dass das hier alles wirk­lich bei le­dig­lich zwei In­di­vi­du­en und einem über­schau­ba­ren Fun­dus an In­stru­men­ten und Ge­rä­ten be­ginnt und zwar ge­ra­de, weil das bei all dem Ge­räusch einen Druck er­zeugt, der für ein Sta­di­on reicht. Ein Traum aus Rock, in dem all der Sinn ab­han­den ge­kom­men ist und das wirk­lich gar nichts Be­droh­li­ches an sich hat. In dem die ein­zel­nen Ele­men­te ganz klar für sich ste­hen und ge­ra­de aus die­ser Au­to­no­mie her­aus mit­ein­an­der har­mo­nie­ren. Es er­ge­ben sich si­tua­ti­ve Emo­tio­nen. Sinn­li­cher und emo­tio­na­ler ist Noise nie ge­we­sen. Zum Glück ist das hier gut do­ku­men­tiert und der Pro­zess damit ein nach­voll­zieh­ba­rer. Denn was da war ist ja jetzt schon wie­der an­ders. Und das ist ja wirk­lich ganz prima alles.

Tracklist

1. Leap in the Dark
2. Girls Don’t Boys
3. George Kamerun
4. Discar
5. Dig Dynamics
6. Emma

Recorded by Christian Ramisch & Molde
Mixed by Daniel Husayn
Mastered by Daniel Husayn
Artwork by Timon Schmolling

Mikrokleinstgarten, Berlin 2018.

Zusätzliche Information

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WK